Unternehmerforum Graubünden

Wirtschaft. Politik. Dialog. 

Graubünden lebt von Menschen, die anpacken, Verantwortung übernehmen und neue Ideen entwickeln. Das Unternehmerforum Graubünden bringt Wirtschaft und Politik zusammen und schafft Raum für einen offenen Austausch über die Fragen, die unseren Wirtschaftsstandort heute und morgen bewegen.

Video-Datei

Was ist das Unternehmerforum?

Das Unternehmerforum Graubünden ist eine Plattform für den Austausch zwischen Wirtschaft, Unternehmertum und Politik. Wir wollen zuhören, verstehen und gemeinsam weiterdenken: 

• Welche Herausforderungen beschäftigen Bündner Unternehmen? 

• Wo braucht es bessere Rahmenbedingungen? 

• Welche Chancen bieten sich unserem Kanton und wie können wir sie nutzen? 

Dafür bringen wir Unternehmerinnen und Unternehmer, Fachpersonen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Gesellschaft zusammen. Im Zentrum stehen der direkte Dialog, konkrete Herausforderungen und neue Ideen für einen starken und zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Graubünden. 

 

Was beschäftigt die Bündner Wirtschaft?

Berufsbildung 

Die Berufsbildung ist das Rückgrat der Bündner KMU. 

Wer ausbildet, sichert die eigenen Fachkräfte von morgen, stärkt seinen Betrieb und hält Wertschöpfung in der Region. Gerade für Graubünden und seine vielen KMU ist eine starke Berufsbildung deshalb ein entscheidender Standortfaktor. 

Als Unternehmerforum stehen wir dafür ein, dass sich das Ausbilden lohnt und jede Lehrstelle als Investition in die Zukunft der Bündner Wirtschaft verstanden wird. Wir wollen den Berufsweg als gleichwertige Chance neben dem akademischen Weg positionieren und gleichzeitig jene Betriebe sichtbar machen, die mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die nächste Generation leisten. 

Was wollen wir erreichen? 

Gut ausgebildete Berufsleute sind entscheidend für die Zukunft unserer Bündner Unternehmen. Deshalb setzen wir uns für Rahmenbedingungen ein, die es Betrieben leicht machen, junge Menschen auszubilden und ihnen eine berufliche Perspektive zu bieten. 

Wir wollen mehr und attraktivere Lehrstellen im Kanton. Jugendliche sollen die Möglichkeit haben, ihren beruflichen Weg in Graubünden zu starten und sich hier weiterzuentwickeln. Gleichzeitig können Unternehmen so ihre eigenen Fachkräfte ausbilden und dazu beitragen, dass diese langfristig in der Region bleiben. 

Wer Nachwuchs ausbildet, übernimmt Verantwortung – für den eigenen Betrieb, aber auch für den Wirtschaftsstandort Graubünden. Dieses Engagement verdient Sichtbarkeit und Anerkennung. 

Dafür setzen wir uns ein:

Praxisnahe Bildung: Die Berufsbildung soll sich an den echten Bedürfnissen der KMU und der Arbeitswelt orientieren. Entscheidend ist eine Ausbildung, die nahe an der Praxis bleibt und junge Menschen auf ihre berufliche Zukunft vorbereitet. 

Durchlässiges Bildungssystem: Eine Berufslehre soll vielfältige Möglichkeiten eröffnen. Deshalb stehen wir für ein durchlässiges Bildungssystem, in dem vom Lehrabschluss bis zur Fachhochschule alle Wege offen bleiben. 

Attraktive Lehrstellen: Wir wollen Rahmenbedingungen, die es Betrieben leicht machen auszubilden. So können mehr attraktive Lehrstellen entstehen und Jugendliche eine berufliche Perspektive im Kanton finden. 

Fachkräfte in Graubünden halten: Ein starker Wirtschaftsstandort braucht gut ausgebildete Fachkräfte. Unser Ziel ist es, diese vor Ort auszubilden und ihnen Perspektiven zu bieten, damit sie langfristig in Graubünden bleiben. 

Ausbildungsbetriebe sichtbar machen: Unternehmen, die junge Menschen ausbilden, übernehmen Verantwortung für den Nachwuchs und die Zukunft der Bündner Wirtschaft. Diese Leistung soll die entsprechende Sichtbarkeit und Anerkennung erhalten. 

Eine Investition in die Zukunft Graubündens 

Eine starke Berufsbildung beginnt in den Betrieben. Dort erhalten junge Menschen ihr Wissen, sammeln praktische Erfahrungen und entwickeln sich zu den Fachkräften von morgen. 

Deshalb wollen wir die Menschen und Unternehmen in den Mittelpunkt stellen, die Berufsbildung jeden Tag leben. Sie zeigen am besten, welche Chancen der Berufsweg bietet und weshalb es sich lohnt, als Betrieb auszubilden. 

Denn jede Lehrstelle ist mehr als ein Ausbildungsplatz: Sie ist eine Investition in den eigenen Betrieb, in die nächste Generation und in einen starken Wirtschaftsstandort Graubünden.

 

Bürokratie 

Weniger Bürokratie. Mehr Zeit fürs Wesentliche. 
Jede unnötige Vorschrift kostet Zeit, Geld und Nerven – und trifft KMU besonders stark. Statt sich auf ihre eigentliche Arbeit und die Weiterentwicklung ihres Betriebs konzentrieren zu können, werden Unternehmen durch komplizierte Prozesse, lange Verfahren und eine stetig wachsende Regelungsdichte belastet. 

 Als Unternehmerforum stehen wir für schlanke Prozesse, klare Zuständigkeiten und eine Verwaltung, die ermöglicht statt verhindert. Statt immer neue Regeln zu schaffen, wollen wir bestehende Regelungen ausmisten und die Verwaltung auf ihre Hauptaufgaben konzentrieren. 

Digitalisierung und KI sehen wir dabei als konkrete Chance, Verfahren spürbar zu beschleunigen und einfacher zu gestalten – mit Augenmass und überall dort, wo sie einen echten Nutzen bringen. 

Was wollen wir erreichen? 

Wir wollen eine Verwaltung, die effizient funktioniert und Unternehmen möglichst wenig Zeit durch unnötige Bürokratie nimmt. Bestehende Gesetze und Vorschriften sollen hinterfragt und ausgemistet werden, statt die Regelungsdichte mit immer neuen Vorgaben weiter zu erhöhen. 

Besonders bei Baubewilligungen und in der Raumplanung müssen Abläufe schneller und effizienter werden. Lange Verfahren dürfen Bauen, Wohnen und Wirtschaften nicht unnötig ausbremsen. Klare Zuständigkeiten und schlanke Prozesse schaffen Planungssicherheit und ermöglichen Investitionen und neuen Wohnraum. 

Gleichzeitig wollen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung konsequent dort nutzen, wo sie einen tatsächlichen Mehrwert schaffen. Wiederkehrende und standardisierbare Aufgaben können digitalisiert und teilweise automatisiert werden. Das spart Zeit und macht Verfahren nachvollziehbarer. 

Dafür setzen wir uns ein:

Schlanke und verständliche Regeln: Wir stehen für klare Regeln, die verständlich und in der Praxis umsetzbar sind, statt für eine stetig wachsende Regelungsdichte, die kaum noch jemand überblickt. 

Bestehende Gesetze ausmisten: Statt laufend neue Vorschriften zu schaffen, wollen wir bestehende Regelungen hinterfragen und dort abbauen oder vereinfachen, wo sie unnötige Bürokratie verursachen. 

Effiziente Baubewilligungs- und Raumplanungsverfahren: Verfahren sollen Investitionen, Bauen und neuen Wohnraum ermöglichen statt verzögern. Dafür braucht es effiziente Abläufe und klare Zuständigkeiten. 

Eine moderne und digitale Verwaltung: Wiederkehrende und standardisierbare Aufgaben sollen dort digitalisiert und automatisiert werden, wo dies Prozesse tatsächlich vereinfacht und beschleunigt. 

KI mit Augenmass: Künstliche Intelligenz kann einen konkreten Beitrag zum Bürokratieabbau leisten. Wir wollen sie dort einsetzen, wo ein messbarer Nutzen entsteht – nicht als Technik um der Technik willen. 

Wir zeigen, was funktioniert 

Bürokratieabbau soll nicht nur eine Forderung bleiben. Wir wollen konkrete und praxisnahe Lösungen sichtbar machen und zeigen, wo schlanke Strukturen und effiziente Prozesse bereits funktionieren.  

Gemeinden mit kurzen Entscheidungswegen und geringer Regelungsdichte können zeigen, wie eine schlanke Verwaltung in der Praxis aussehen kann. Samedan soll dabei als konkretes Beispiel dienen. 

Auch das liberale Musterbaugesetz gemeinsam mit dem Bündner Gewerbeverband zeigt einen praxisnahen Ansatz. Es soll Gemeinden Handlungsspielraum aufzeigen und dazu beitragen, unnötige Reglementierung zu vermeiden. 

Gleichzeitig wollen wir digitale Vorreiter sichtbar machen. Weniger Bürokratie bedeutet nicht weniger Verlässlichkeit. Es bedeutet klare Regeln, effiziente Prozesse und eine Verwaltung, die ermöglicht statt verhindert. 

 

Verantwortung 

Entscheiden statt absichern. 
Eine handlungsfähige öffentliche Verwaltung braucht Menschen, die entscheiden, statt Entscheidungen zu vermeiden. Zu oft gilt heute die Devise: Lieber nichts entscheiden – oder nur so, dass man sich maximal absichert. Das ist menschlich verständlich, kann aber Institutionen auf allen Ebenen lähmen: von der Gemeinde über die Region bis hin zu Kanton und Bund. 

Als Unternehmerforum wollen wir Verwaltungsmitarbeitende und politische Führungen darin bestärken, ihre Handlungsspielräume mutig zu nutzen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei geht es nicht darum, Regeln zu brechen. Es geht darum, vorhandene Spielräume auszuschöpfen, Entscheide sauber zu begründen und Verantwortung dort wahrzunehmen, wo sie liegt. 

Was wollen wir erreichen? 

Wir wollen weg von einer Absicherungskultur, in der Entscheidungen aus Angst vor Fehlern immer wieder verschoben oder zusätzlich rückversichert werden. Denn wer nichts entscheidet, macht zwar nichts falsch – bringt aber auch nichts vorwärts. 

Vorhandene Handlungsspielräume sollen mutig genutzt und Entscheide sauber begründet werden. Verantwortungsvolles Handeln braucht beides: Mut und Klarheit. 

Dafür braucht es Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – und gleichzeitig Strukturen, die ihnen den notwendigen Rückhalt dafür geben. Vertrauen, klare Rollen und eine konstruktive Fehlerkultur sind entscheidend, damit Verantwortung tatsächlich gelebt werden kann. 

Auch digitale Werkzeuge, Daten und KI können dabei unterstützen. Sie können Fakten und Transparenz liefern und damit eine bessere Grundlage für Entscheidungen schaffen. Die Verantwortung für den Entscheid bleibt aber beim Menschen. 

Dafür setzen wir uns ein:

Entscheiden statt absichern: Wir stehen für eine Kultur, in der Verantwortung wahrgenommen und Entscheidungen getroffen werden, statt sie aus Angst vor Fehlern immer weiter hinauszuschieben. 

Handlungsspielräume mutig nutzen: Bestehende Spielräume sollen genutzt und Entscheide nachvollziehbar und sauber begründet werden. Es geht nicht darum, Regeln zu brechen, sondern innerhalb der bestehenden Möglichkeiten Verantwortung zu übernehmen. 

Vertrauen statt Kontrolle: Führung wirkt durch Haltung und nicht durch Misstrauen. Menschen sollen den notwendigen Rückhalt erhalten, um innerhalb ihrer Verantwortung Entscheidungen treffen zu können. 

Klare Rollen und eine konstruktive Fehlerkultur: Wer im guten Glauben einen begründeten Entscheid trifft, verdient Rückhalt. Klare Rollen schaffen gleichzeitig Klarheit darüber, wer welche Verantwortung trägt. 

Faktenbasiert entscheiden: Digitale Werkzeuge, Daten und KI können Entscheidungen mit Fakten und Transparenz unterstützen. Sie sollen als Rückenstärkung für mutige und nachvollziehbare Entscheide dienen – nicht als Ersatz für menschliche Verantwortung. 

Verantwortung braucht Vertrauen. 

Wir wollen nicht über die Verwaltung sprechen, sondern die Menschen darin darin bestärken, Verantwortung wahrzunehmen. Eine handlungsfähige Verwaltung braucht Mitarbeitende und politische Führungen, die ihre Rollen kennen, ihre Handlungsspielräume nutzen und bereit sind, begründete Entscheide zu treffen. 

Dazu gehört auch eine Kultur, in der nicht jeder Entscheid aus Angst vor möglichen Fehlern mehrfach abgesichert werden muss. Wer Verantwortung übernehmen soll, braucht Vertrauen und den nötigen Rückhalt. 

Digitale Werkzeuge, Daten und KI können diesen Prozess unterstützen und bessere Entscheidungsgrundlagen schaffen. Sie können Verantwortung aber nicht übernehmen. Am Ende braucht es Menschen, die entscheiden. 

Denn eine Verwaltung, die ihre Handlungsspielräume nutzt und Verantwortung übernimmt, kann gestalten und ermöglichen – statt Entscheidungen zu vermeiden.

Unsere Formate

Regelmässig veröffentlichen wir unseren Podcast auf allen gängigen Plattformen. Zudem findet man uns auf LinkedIn und Instagram.

Bild
Unternehmerforum Podcast

Das sind wir