Portrait

Seit 1894 sind wir die Partei der Freiheit und der Eigenverantwortung. 2009 haben sich die beiden Gründungsparteien der modernen Schweiz, die FDP und die Liberalen, zur FDP.Die Liberalen zusammengeschlossen.

Unsere Geschichte

Frühere Parteibildungen (bis 1803)

In der alten Drei-Kantone-Republik existierten bereits ähnliche Gruppierungen wie Parteien, anfangs entlang sozialer (Bauern gegen Adel) und später konfessioneller und geopolitischer Linien. Während der «Grisonser Wirren» standen sich eine österreichische-spanische und eine französische-venezianische Fraktion gegenüber.
Während der Französischen Revolution bildeten sich die Patrioten (liberal, revolutionär, für den Anschluss an die Helvetische Republik) und die Aristokraten (konservativ, pro-österreichisch). Die Patrioten, Vorläufer der Liberalen, setzten sich für Freiheit und Gleichheit ein. 1799 wurden die Graubündner unter französischem Einfluss in die Helvetische Republik eingegliedert. Später standen sich Zentralisten (Einheitsstaat) und Föderalisten (Kantonsautonomie) gegenüber.

1803-1848: Liberale gegen Konservative

Nach der Kantonsgründung 1803 dominierten zunächst die konservativen Kräfte. Doch die liberalen Ideen von Freiheit und Gleichheit gewannen zunehmend an Bedeutung. Ab 1830 erhielten die Liberalen durch die Julirevolution in Frankreich neuen Auftrieb.
Radikale Kräfte forderten einen Bundesstaat anstelle der losen Staatenbundes. 1848 stimmte der Kanton Graubünden der neuen Bundesverfassung zu. Die heutigen politischen Gruppierungen existierten noch nicht, aber es bildeten sich liberale, radikale und konservative Gruppierungen.

1848-1900: Gründung der Freisinnig-Demokratischen Partei

Nach 1848 setzte sich der politische Liberalismus allmählich durch. 1868 wurde unter der Führung von Florian Gengel die Freisinnig-Demokratische Partei Graubünden offiziell gegründet, die sich für Volksrechte, Zivilehe und liberale Reformen einsetzte.
In den 1870er und 1880er Jahren erzielten die Liberalen grosse Erfolge und stellten für eine gewisse Zeit die Regierung und die Mehrheit im Grossen Rat. Die internen Spannungen zwischen Liberalen und Radikalen führten jedoch zu innerparteilichen Kämpfen.

1900-1945: Blüte und Niedergang

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die FDP die dominierende Kraft im Kanton. 1913 wurde der Graubündner Felix Calonder in den Bundesrat gewählt, was den Höhepunkt der Macht des Bundesrates darstellte.
Nach dem Ersten Weltkrieg spaltete sich die Partei: Die Jungliberalen trennten sich 1919 und gründeten die Demokratische Partei, die zu einem starken Konkurrenten wurde und immer mehr Sitze gewann. Die Wirtschaftskrise, innere Konflikte und politische Streitigkeiten führten zu einem massiven Vertrauensverlust der FDP.
Bis 1945 sank die Anzahl ihrer Sitze im Grossen Rat drastisch, und auch im Ständerat verloren sie ihren Sitz endgültig.

1945-1990: Stabilisierung und Neuausrichtung

Nach dem Zweiten Weltkrieg erholte sich die FDP langsam. Sie orientierte sich an einem modernen Sozialliberalismus und konnte ihre Wählerquote auf rund ein Viertel der Sitze im Grossen Rat stabilisieren.