Freisinnig-Demokratische Partei Graubünden

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Sunday, 24. January 2010

Beat Krippendorf am Neujahrs-Apéro der

Der traditionelle Neujahrsapéro der Freisinnig Demokratischen Partei FDP.Die Liberalen Graubünden fand in Anwesenheit von Standespräsident Christian Rathgeb und Regierungsrat Martin Schmid am vergangenen Montag-Abend im Schlosshotel Adler in Reichenau statt. Höhepunkt dieses Anlasses war der Auftritt von Beat Krippendorf, Dozent für Unternehmensführung. Sein aufschlussreiches Referat mit dem Titel „Marketing und Kundenorientierung 2009: Das Prinzip Menschlichkeit oder wie gute Beziehungen den Geschäftsgang nachhaltig beeinflussen“ fand bei den zahlreich erschienen FDP Mitgliedern und Gästen grosse Beachtung und Aufmerksamkeit.

 Zu Beginn folgte die präsidiale Neujahrsansprache von Parteipräsident, Grossrat Michael Pfäffli, St.Moritz. Er führte unter anderem aus, dass der liberale Weg- in und durch das Jahr 2010 – liege breit, offen und wohl überlegt  in die politische Landschaft eingebettet vor uns. Es sei ein Weg, dessen Fundament aus einer unmissverstndlichen, bürgerlichen Ueberzeugung und einem klaren, wirtschaftsfreundlichen Grundkurs bestehe. Im Gegensatz dazu fröne das links-grüne Lager weiter einem ungebremsten Ausgabengigantismus, befasse sich aber nur sehr ungern mit der Herkunft dieser Mittel. Der liberale Weg in und durch Graubünden des Jahres 2010 führe natürlich auch an Ziel. Dabei erwähnt Pfäffli zuerst einmal die von der FDP lancierte KMU Verfassungsinitiative, dann den Wahlsonntag des 13. Juni mit den Regierungs-und Kreiswahlen. Dieses Wahljahr bilde zweifellos den Höhepunkt der FDP.Die Liberalen Graubünden, die in ihrer Zielsetzung vorgibt, stärkste Fraktion im Grossen Rat zu werden und mit dem bestens ausgewiesenen und erfolgreichen Regierungstat Martin Schmid ein sehr gutes Resultat zu erzielen. Pfäffli rief abschliessend auf, ungeniert dem liberalen „Wir-Gefühl“ wie bisher zu frönen. Dabei soll auch der Humor, der liberale Charme und auch die Lebensfreude nicht zu kurz kommen.

Höhepunkt war nun das Referat von Beat Krippendorf, Unternehmensberater aus Bern, der auf humorvolle, bissige, fundierte und ja zum Teil auch freche Aussagen die Zuhörer während eineinhalb Stundenin in ihren Bann zu ziehen vermochte. Wie ein Feuerwerk begann Krippendorf mit seinem unkonventionellen Referat, gespickt mit 98 Schaubildern.

                     Bissige Pointen –grandiose Lachnummern

Finanzkrise, Wirtschaftskrise, Familienkrise. Die Krise, die Mutter der Unwörter.Man könne es nicht mehr hören. Aufhören. Genug. Man müsse lösungsorientiertvorwärtsschauen. Er liess es nicht aus, doch noch die Krise zu behandelnbehandeln, die sich fern des allgemeinen Krisengeschreis still und leise als dieeigentlich zu bekämpfende und eliminierende Ursache der ganzen aktuellenMisere entpuppt – die Führungskrise. Das jahrelange unkritisch tolerierte Gebaren gestörter Narzissten, Egomanen und  Psychopathen in den Führungsetagen wirke sich nun desaströs destruktiv auf alles aus was man menschlichnenne. Die Folge davon sei: Unzufriedenheit, Angst, Burnout, Depression!Die Gesundheitskosten lassen grüssen. Aber auch betriebswirtschaftlich seienschlechte Führungskräfte ein Desaster. Schlechte Führungskulturen seien für die Volkswirtschaften schädlicher als alle anderen krankheitsbedingten Ausfälle zusammen. Krankheitsbedingte Ausfälleam Arbeitsplatz durch depressive Verstimmungen und Burnout rangieren mit 2Tagen an zweiter Stelle nach Tumorkrankheiten.“ Das kostet die Volkswirtschaft Milliarden. Dazu komme, quasi als Sahnehäubchen der Führungskrise, dass laut. Beat Villiger, Arzt bei Swiss Olympics, 2007 40% der Manager Antidepressiva 30% Stimulanzien wie Kokain und Tranquilizers, 20% Anabolika und 15% Betablocker konsumierten. 2007 das war noch vor der Krise! betont Krippendorf ausdrücklich! – wie wird das heute wohl sein ? Schwerster Dopingmissbrauch – fürwahr !  Millionenentscheide durch und von zugedröhnten Managern – ein beängstigendes Bild. Man sehe demotivierte, depressive, leidende Menschen. Wie sich das alles auf die Kundenorientierung und damit den Umsatz und den Erfolg eines Unternehmens auswirke, lässt sich unschwer erahnen.

                            Innovation beginnt im Kopf

Hier muss sich nun dringend alles ändern.Man brauchen bescheidene, menschlicheFührungskräfte In den Führungetagen brauche es Menschen und keine eiskalten,arroganten Zahlenroboter. Beziehungsfreaks, Kommunikationstalente seien gefragt. Der Sozial-darwinismus, nach welchem immer der oder die Stärkere überlebt, hattä ausgedient.Ueberleben werde, wer kooperieren kann, wer beziehungsfähig ist. Das alles sei durch die Disziplin der Hirnforschung heute klar bewiesen. Interesse, Wertschätzung und Anerkennung sind die Signale die im Gehirn ( auch in jenem der Kunden) die inneren Motivationssystemen aktivieren. Interesse, Wertschätzung und Anerkennung sind die Ingredienzen einer hirngerechten Führung. Zuhause und im Beruf. Keine Wertschöpfung ohne Wertschätzung muss dieBotschaft sein. Solche Führungskulturen seien aber nur mit in sich gefestigten und ethisch sensiblen Führungskräften zu haben, keinesfalls aber mit Narzissten, Egomanen und Psychopathen.

Abschliessend dann gab Krippendorf mit Gitarre und Gesang einen Blues zum besten.

 Beim anschliessenden von der FDP Graubünden offerierten Apéro im Schloss Reichenau wurden in Einzeldiskussionen zum Teil heftig über das Gehörte diskutiert, das Referat Krippendorf fand nur lobende Worte

 Silvio Zuccolini, Pressechef

FDP.Die Liberalen Graubünden

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