Die FDP.Die Liberalen Graubünden spricht sich gegen die erneut vorgebrachte Änderung des Wahlsystems in der von der SVP vorgeschlagenen Art mit einer Proporzinitiative aus. Dass gerade diejenigen Kreise jetzt den Proporz einführen wollen, welche diesen über Jahre auf wehementeste Art und Weise bekämpft haben, wirft mehr Fragen als Antworten auf und zeigt den damit verfolgten politischen Opportunismus. Aus Sicht der FDP.Die Liberalen Graubünden ist zuerst die Strukturreform im Kanton abzuschliessen, bevor über eine Änderung des Wahlsystem erneut diskutiert werden soll. Zuerst soll die Regierung im Herbst 2010 den schon angekündigten Bericht vorlegen, wie der Kanton Graubünden mittel- und langfristig organisiert sein soll. Es geht darum aufzuzeigen, wie die Gemeindelandschaft und die mittlere Ebene mit den Bezirken und Regionalverbänden gestaltet sein soll. Erst wenn diese Umsetzung abgeschlossen ist, drängt sich aus Sicht der FDP eine Beurteilung auf, ob eine Änderung notwendig ist. Bis zu diesem Zeitpunkt ist am bisherigen Wahlsystem festzuhalten.
Silvio Zuccolini, Pressechef
FDP.Die Liberalen Graubünden